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Pflege

Wie wir das meistern: Robert (95) und Christiane (73)

In unserer Serie „Wie wir das meistern“ zeigen wir die Menschen hinter der Pflege und erzählen ihre Geschichten. In diesem Teil geht es um Christiane Cruikshank und ihren dementen Mann Robert. Mit unverwüstlicher Lebensfreude trotzt das Ehepaar der Krankheit.

„Er war eine Schönheit, ein brillanter Sänger und Tänzer, ein Typ wie Dean Martin“, schwärmt Christiane Cruikshank über ihren 22 Jahre älteren Mann. „Wäre er nach dem Krieg nach Hollywood gegangen, hätte er dort bestimmt den großen Durchbruch geschafft.“ Erinnerungen spielen trotz Demenz eine wichtige Rolle im Leben von Christiane und Robert Cruikshank. Die Lust am Leben im Hier und Jetzt lassen sich die beiden aber auch nicht nehmen.

Diagnose Demenz

Robert ist 95 Jahre alt. An Charme und Witz hat der Schotte nicht eingebüßt. Auch körperlich ist der frühere Soldat und Verwaltungsbeamte der Royal Air Force fit für sein Alter. Er meistert noch immer die Treppe zur Wohnung in Travemünde. Den Rollator benutzt Robert nur für längere Spaziergänge. Und bei passender Musik ist er dem einen oder anderen Tänzchen auch heute nicht abgeneigt. Dennoch: Robert Cruikshank ist ein Pflegefall.

Christiane und Robert schwingen auch heute noch gern das Tanzbein: „Er war eine Schönheit, ein brillanter Sänger und Tänzer, ein Typ wie Dean Martin“, schwärmt Christiane Cruikshank über ihren Mann.

Als er vor einigen Jahren wegen einer schweren Erkältung in Behandlung war, bemerkten die Ärzte seine Vergesslichkeit und diagnostizierten eine Demenz. „Das hatte ich damals nicht erwartet“, erinnert sich Christiane. Seitdem pflegt sie ihren Mann.

Mit Know-how und hohen Ansprüchen

Robert kann sich noch eigenständig waschen, duschen und rasieren. Trotzdem zehrt die Pflege an Christianes Kräften: „Wenn ich zum zehnten Mal in Folge von meinem Mann gefragt werde ‚Wie alt bist du?‘, dann komme ich schon an meine Grenzen.“

 Robert Cruikshank ist zwar ein Pflegefall, kann sich aber noch eigenständig waschen, duschen und rasieren.

Eine stationäre Versorgung ihres dementen Mannes kommt für Christiane Cruikshank aber nicht in Frage. „Dafür habe ich auch zu hohe Ansprüche“, sagt sie und zählt auf: „Frisches und gesundes Essen, Hygiene, ein gepflegtes Erscheinungsbild: All das ist uns sehr wichtig und dafür sorge ich.“

Das nötige Wissen dafür holte sich Christiane bei Pflegekursen und Infoveranstaltungen der AOK NORDWEST. Sie weiß, wie sie ihren Mann auf Trab hält: „Sofort nach dem Aufstehen das erste Glas Wasser! Das ist wichtig, das geht direkt in den Kopf rein.“ Auf das Frühstück folgt eine Partie Karten oder Domino. „Anschließend lösen wir ein paar einfache Rechenaufgaben – und so fängt das Gehirn mehr und mehr an zu arbeiten.“

„Einfach mal freilaufen!“

Wenn Christiane vom Alltag mit ihrem Mann erzählt, klingt vieles nach einer Selbstverständlichkeit. Zugleich ist sie sich bewusst: „Ich mache das gern, ich finde meinen Mann schließlich toll. Aber klar, das ist ein Vollzeit-Job. Ich selbst komme da meistens an zweiter Stelle.“

Immer an zweiter Stelle – nur nicht donnerstags. „Seit kurzem geht mein Mann einmal wöchentlich in die Tagespflege.“ Dort erhält Robert Cruikshank Frühstück und Mittagessen, er nimmt an Aktivitäten teil, die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung kümmern sich um ihn. Und Christiane hat einen Tag für sich allein.

„Das entlastet mich wirklich sehr. Ich bekomme dann den Kopf frei und kann abschalten“, sagt Christiane. Auch ihre Rommé- und Tanzgruppe will sie nicht vernachlässigen: „Um die Pflege zu leisten, braucht man eine starke Persönlichkeit. Aber daneben muss man auch mal weggehen, sich mal freilaufen.“

Pflege bis zur Erschöpfung? Das muss nicht sein. Erfahren Sie, wie Sie wieder mehr Entlastung im Alltag finden.

Christiane schaut über die Trave: Einmal wöchentlich geht Robert in die Tagespflege und Christiane hat Zeit für sich.

Worauf es bei der Pflege ankommt

Christiane Cruikshank, deren eigene Kinder weit entfernt in Frankfurt leben, ist klar, worauf es bei der Pflege ankommt: „Bevor man so eine Aufgabe übernimmt, muss man sich eingehend prüfen: Habe ich genügend Hilfe? Habe ich die Nerven dafür? Kann ich das leisten? Ganz wichtig ist: Man darf sich nicht selbst vergessen!“

Mit dieser Einstellung meistert sie seit Jahren die Pflege ihres Roberts. Und zwar erfolgreich: „Abgesehen von der blöden Demenz hat Robert keine Krankheiten, noch immer seine erste Brille, ein schönes weißes Gebiss. Keine Frage, der wird 107!“, prophezeit Christiane lachend.

„Wie wir das meistern“ – hier finden Sie zwei weitere Geschichten.

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