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Illustration: Dame im Vordergrund, Notebook, Anträge, Checklisten im Hintergrund. Die AOK NORDWEST hilft Ihnen, einen Krankenhausaufenthalt zu managen.
Pflege

So managen Sie einen Krankenhausaufenthalt

Am Anfang einer Pflegesituation steht häufig ein Krankenhausaufenthalt. Die meisten Angehörigen fühlen sich in dieser Phase überfordert. Unser Krankenhaus-Guide soll ihnen in der emotional angespannten Situation helfen.

Der Anruf im Büro kommt überraschend: „Ihr Vater wurde gerade bei uns eingeliefert, Verdacht auf Schlaganfall. Wir möchten Sie bitten, schnellstmöglich zu kommen.“ Und jetzt? Meeting canceln. Chef informieren. Besorgt und den Kopf voller Gedanken fährt man in die Klinik, läuft suchend durch die Gänge und fragt sich durch – nach jemandem, der Antworten auf die vielen Fragen hat …

Das ist Ihre Rolle

Die Pflegebedürftigkeit eines Menschen beginnt oft in einem Krankenhaus – und für die Angehörigen im gefühlten Chaos. Denn in der Regel sind sie berufstätig und auf die neue Situation nicht vorbereitet. Wie geht es weiter? Was muss ich alles tun?

Ganz wichtig in dieser Zeit: Machen Sie sich als Angehöriger Ihrer Rolle bewusst. Ihre Mitarbeit ist essenziell für die Behandlung. Sie können entscheidende Schritte zur Genesung des Patienten einleiten.

Drei Anlaufstellen im Krankenhaus: Suchen Sie das Gespräch

Was konkret zu tun ist? Besorgen Sie sich direkt die Telefonnummern und Durchwahlen der wichtigsten Akteure im Krankenhaus. Suchen Sie anschließend das Gespräch und verschaffen Sie sich einen umfassenden Eindruck von der Lage.

Reden Sie …

  • … mit den behandelnden Ärzten: Die Zeit von Ärzten ist fast immer knapp. Vermeiden Sie trotzdem „Flurgespräche“ zwischen Tür und Angel. Bitten Sie stattdessen um einen Termin. Der Arzt sollte Ihre Fragen in Ruhe beantworten können.
  • … mit dem Pflegepersonal: Auch hier gilt es, einen verhältnismäßig ruhigen Moment abzupassen. Sobald Sie mit den Abläufen in der Klinik etwas vertraut sind, werden Sie sehen, wann die beste Zeit für ein kurzes Gespräch gekommen ist.
  • … mit dem Sozialdienst: Der Sozialdienst ist Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zur Versorgung des Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn abzusehen ist, dass nach dem Krankenhausaufenthalt Pflege notwendig ist.
 Illustration: Ärztin im Gespräch mit einer Patientenangehörigen. Im Falle eines Krankenhausaufenthalts eines Angehörigen sollten Sie mit den behandelnden Ärzten sprechen.

Die wichtigsten To-dos für Angehörige im Überblick

#1

Sich informieren

Erkundigen Sie sich auf der Station nach Personen, die Ihnen regelmäßig Auskunft über den Gesundheitszustand des Patienten erteilen können. Eine gute Informationsquelle kann auch die Internetseite des Krankenhauses sein. Hier finden Sie speziell für Patienten und Angehörige wichtige Ansprechpartner und Telefonnummern zu unterschiedlichen Themen. Außerdem gibt es Infos über Zeiten und Abläufe. Wenn Sie die Regeln und Strukturen im Haus kennen, können Sie sich als Angehöriger besser einfinden.

Illustration: Unterlagen und Kaffeetasse. Kommt ein Angehöriger plötzlich in die Klinik, sollten Sie die für das Krankenhaus wichtigsten Unterlagen schnell griffbereit haben.
#2

Wichtige Unterlagen vorlegen

Kommt ein Angehöriger plötzlich in die Klinik, sollten Sie die für das Krankenhaus wichtigsten Unterlagen schnell griffbereit haben. Das sind:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Krankenversicherungskarte
  • Namen, Adressen und Telefonnummern der Angehörigen
  • Name, Adresse und Telefonnummer des Haus- und/oder Facharztes
  • eine Liste der Medikamente, die der Patient regelmäßig einnimmt
  • Arzt- oder Krankenhausbefunde
  • Impfpass
  • falls vorhanden: Allergie- oder Diabetikerpass
  • falls vorhanden: Organspendeausweis
Illustration: Unterlagen und Kaffeetasse. Kommt ein Angehöriger plötzlich in die Klinik, sollten Sie die für das Krankenhaus wichtigsten Unterlagen schnell griffbereit haben.
#3

Vollmachten vorweisen

Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Sie dürfen Angehörigen eigentlich keine Auskünfte über den Gesundheitszustand des Patienten geben. In der Regel tun sie es trotzdem, sofern der Patient es nicht ausdrücklich ausgeschlossen hat. Auf der sicheren Seite sind Sie aber mit einer Patientenverfügung oder einer Vorsorgevollmacht. Diese Dokumente legitimieren Angehörige als Ansprechpartner für Ärzte und Pflegekräfte.

#4

Entlassmanagement

Zeichnet sich ab, dass der Patient nach Abschluss des Krankenhausaufenthalts pflegebedürftig ist, sollten Sie die Pflege rechtzeitig planen. Ziel des Entlassmanagements ist es, einen nahtlosen Übergang vom Krankenhaus in eine angemessene Anschlussversorgung zu schaffen. Darum kümmert sich der Sozialdienst des Krankenhauses in Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegern und Angehörigen. Die genauen Abläufe sind aber von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden. Wichtig: Der Patient oder der Bevollmächtigte muss dem Entlassmanagement zustimmen.

Das können Sie zu einem erfolgreichen Entlassmanagement beitragen:

Sprechen Sie Ärzte und Sozialdienst frühzeitig auf das Thema Pflege nach dem Krankenhausaufenthalt an.

Nehmen Sie kurzzeitige Arbeitsverhinderung in Anspruch. Das heißt: Lassen Sie sich vom Arbeitgeber für bis zu zehn Tage freistellen, damit Sie die Pflege organisieren können. Hier finden Sie die wichtigsten Schritte.

Vereinbaren Sie einen ersten Termin mit einem Pflegeberater der AOK-NORDWEST – am besten für einen Besuch im Pflegeumfeld.

Ist eine häusliche Pflege geplant? Dann setzen Sie sich mit anderen Familienmitgliedern und Freunden zusammen. Überlegen Sie gemeinsam, wer künftig welche Aufgaben übernehmen könnte.

Planen Sie notwendige Maßnahmen für pflegegerechtes Wohnen und die Anschaffung von Hilfsmitteln. Dabei hilft Ihnen der AOK-Pflegeberater, aber auch der Sozialdienst des Krankenhauses.

#5

Am Entlassungsgespräch teilnehmen

Wenn der Patient nichts dagegen hat: Nehmen Sie am Entlassungsgespräch mit dem behandelnden Arzt teil. Bei dem Termin werden alle bisherigen und geplanten Maßnahmen besprochen. Das alles ist auch in dem Entlassungsbrief dokumentiert, den die Klinik dem Patienten neben den nötigen Verordnungen und dem Medikationsplan aushändigt. So wird die weitere Versorgung gesichert.

Illustration: Arzt und Angehörige stehen neben dem Krankenbett mit Patientin. Nehmen Sie am Entlassungsgespräch mit dem behandelnden Arzt teil, wenn der Patient nichts dagegen hat.

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