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Pflege

Das AOK-Expertenforum Pflege: Individuelle Beratung statt Standardantworten

Älterer Herr hält ein Tablet: Im AOK-Expertenforum Pflege beantworten Experten Ihre Fragen zum Thema Pflege.

Als pflegender Angehöriger sollten Sie eines wissen: Sie sind nicht allein. In genau diesem Moment machen viele Menschen zwar nicht dieselben, aber doch ähnliche Erfahrungen wie Sie, haben ähnliche Probleme, ähnliche Fragen. Zum Glück gibt es Experten, die die Antworten kennen – wie in unserem Pflegeforum.

Simone Burmann arbeitet beim AOK Bundesverband in der Abteilung Pflege. Zwei Tage in der Woche beantwortet die Fachfrau mit dem Schwerpunkt Pflegeberatung Ihre Fragen im AOK-Expertenforum Pflege – individuell, kompetent und „mit Garantie“ innerhalb von 24 Stunden.

Mit der #vorbessern-Redaktion hat Simone Burmann über Ihre Arbeit als Expertin und die Anliegen der Foren-Benutzer gesprochen.

Simone Burmann

Expertin im AOK-Expertenforum Pflege

Alter: 43 Jahre

Qualifikation: Examinierte Gesundheits- und Krankenschwester mit Erfahrung als Co-Abteilungsleiterin in der Pflege

Aufgabenbereich: Beim AOK-Bundesverband von 2006 bis 2011 in der Abteilung Stationäre Versorgung, seit 2011 in der Abteilung Pflege

Liebe Frau Burmann, welche Menschen kommen ins Pflegeforum der AOK NORDWEST?

Simone Burmann: Hauptsächlich pflegende Angehörige. Das ist nicht immer eindeutig, denn die Forennutzer tragen in der Regel Fantasienamen und beschreiben ihre Rolle nicht näher. Aber sehr oft ist von „meine Mutter“ oder „mein Vater“ die Rede. Meistens geht es auch um altersbedingte Pflegefälle. Zwar thematisieren die wenigsten das Alter, aber die geschilderten Krankheitsbilder und Pflegesituationen lassen darauf schließen.

Was ist mit Personen, die sich aus Präventionsgründen im Forum melden?

Simone Burmann: Die sind sehr selten. Hinter den Fragen im Pflegeforum steckt eigentlich immer ein konkreter Pflegeanlass.

Leider merke ich in der Beratung, dass sich die Menschen oft erst mit Pflege auseinandersetzen, wenn der akute Fall schon eingetreten ist. Dabei ist es mein Wunsch, dass jeder die AOK-Pflegeberatung kennt – und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem er sie noch nicht in Anspruch nehmen muss.

Es ist mein Wunsch, dass jeder die AOK-Pflegeberatung kennt.

Was interessiert die Foren-Teilnehmer denn besonders?

Simone Burmann: Themen wie Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Hilfsmittel, also beispielsweise Pflegebetten oder Inkontinenzmaterial, auch Pflegeeinrichtungen.

Also Fragen, die eher auf die Organisation und Bürokratie der Pflege abzielen?

Die Leute möchten wissen: Wie kann ich ganz konkret die Versorgung meines pflegebedürftigen Angehörigen verbessern?

Simone Burmann: Es geht fast immer um Leistungen. Die Leute möchten wissen: Wie kann ich ganz konkret die Versorgung meines pflegebedürftigen Angehörigen verbessern? Wie kann ich für mich selbst für Entlastung sorgen? Wie unterstützt mich die Pflegekasse dabei? Und was muss ich dafür einreichen? Das Leistungsrecht ist an einigen Stellen sehr komplex. Hier wollen wir für mehr Transparenz sorgen.

Und was ist die tatsächlich häufigste Frage im Forum?

Simone Burmann: Ganz klar die verschiedensten Fragen zum Thema Verhinderungspflege.

Dafür haben Sie als Expertin sicher schon eine allgemeine Antwort parat?

Simone Burmann:  Nein, mit Standardantworten komme ich nicht weit, denn die Fälle sind oft sehr individuell. Zum Beispiel kann es sein, dass jemand bei der Verhinderungspflege schon Teile seines Zeitkontingents aufgebraucht hat – das verändert natürlich die Situation.

Ich muss also jeden Fall im Detail betrachten und dann schauen, was gibt das Gesetz vor. Unter Umständen sind auch außerhalb des sichtbaren Forenbereichs weitere Nachfragen bei dem Betroffenen notwendig, um ihm die richtige Antwort geben zu können.

Wenden sich die Teilnehmer des Pflegeforums nur an die Experten oder tauschen sie sich auch gegenseitig aus?

Simone Burmann: Gelegentlich entwickelt sich aus einer Frage schon einmal ein Gespräch mit mehreren Beteiligten. Die meisten suchen aber eher den Kontakt zu den Experten.

Dabei könnte ein solcher Austausch unter pflegenden Angehörigen doch äußerst hilfreich sein?

Simone Burmann: Das kommt darauf an. Bei einem Erfahrungsaustausch stellt sich immer die Frage: Wie sehr vertraut man den Erfahrungen des anderen? Im Rahmen eines Pflegekurses oder einer Selbsthilfegruppe sich oft ein solches Vertrauen. In diesen Fällen ist der Austausch zielführend. Im anonymen Forum hingegen sind sich die Teilnehmer der Glaubwürdigkeit der anderen nicht so sicher. Sie setzen dann lieber auf die Antworten der Experten.

Was motiviert Sie persönlich bei Ihrer Tätigkeit im AOK-Expertenforum?

Simone Burmann: Die Arbeit im Forum ist ein Stück weit wieder Arbeit in der Praxis. Der direkte Kontakt zu den Versicherten, die direkte Hilfe im Pflegefall – das ist sinnvoll und fühlt sich sehr richtig an.

Die direkte Hilfe im Pflegefall – das ist sinnvoll und fühlt sich sehr richtig an.

Was möchten Sie abschließend pflegenden Angehörigen mit auf den Weg geben?

Simone Burmann: Wird jemand pflegebedürftig, ändert sich dadurch immer das Leben des Betroffenen und der Familienmitglieder. Damit ist zunächst jeder erst einmal überfordert. Ich möchte den pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen deshalb unbedingt empfehlen: Nutzen Sie die Pflegeberatung.

Die Pflegeberater der AOK kommen gern zu Ihnen nach Hause, schauen sich Ihr Umfeld an und helfen Ihnen ganz individuell weiter. Und das Pflegeforum kann die Beratung natürlich zusätzlich unterstützen.

Sie haben auch Fragen an Pflegeexpertin Simone Burmann? Schauen Sie sich doch einfach im AOK-Expertenforum Pflege um – und stellen Sie Ihre Fragen.

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