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Innere Stärke

Wieder aufgestanden! Wie Yoga Roberts Leben veränderte

Der "Yoga Dude" Robert Busch am Strand von Costa Rica in der Pose 'Krieger 2': "Yoga war für mich die Initialzündung".

Robert Busch lebt heute glücklich als Yoga-Lehrer auf Costa Rica. Wer sieht, wie der 32-Jährige seine akrobatischen Übungen am Strand macht, Kurse für Urlauber gibt, seinem Hobby Surfen nachgeht, ahnt nichts von Roberts Geschichte – von seinen Verletzungen, psychischen Problemen und Schicksalsschlägen. Doch es ist auch die Geschichte von jemandem, der dank des Sports zu sich selbst gefunden hat.    

„Das mit dem Yoga können Sie vergessen, Herr Busch. …

… Sie sollten sich einen neuen Job suchen.“ Gut vier Monate war es her, dass Robert beim Longboard-Fahren gestürzt war und sich den linken Ellbogen gebrochen hatte. Gut vier Monate hatte der Linkshänder im Hitzesommer von 2015 seinen Arm im Gips tragen müssen. Und jetzt in der Reha: diese unfassbaren Worte des Arztes! Alles, was sich Robert in den vergangenen Jahren aufgebaut hatte, mit zwei Sätzen ausgelöscht. Ein Niederschlag! Auch ein Knockout? Der Sport hatte Robert gelehrt zu kämpfen…

Robert Busch macht die Yoga-Übung 'die Krähe' am Strand - elf Jahre nach seinem schweren Unfall keine Selbstverständlichkeit.

Neun Jahre zuvor

Der erste Unfall: Robert, damals 22 Jahre alt, war ein talentierter Snowboarder, als er sich bei den Deutschen Studentenmeisterschaften 2006 schwer verletzte. Nach einem zu kurzen Sprung beim Aufwärmen der harte Aufprall – gestauchte Wirbelsäule, Bandscheiben geschädigt, Lendenwirbel gesplittert. „Gar nicht so dramatisch“, berichtet Robert heute. „Schlimm war, was danach kam.“

Bis zu der Verletzung hatte Sport immer eine wichtige Rolle in Roberts Alltag gespielt. Das änderte sich jetzt schlagartig. Robert nahm eine Schonhaltung ein. Er bewegte sich immer weniger. Der Sport verschwand aus seinem Leben. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr verlor er seine Fitness.

Was er zu spät bemerkte: Aus der körperlichen Krise war längst eine psychische Krise geworden – Depressionen! Als Jugendlicher hatte Robert seinen Vater verloren. „Nicht der Snowboard-Unfall, sondern der Tod meines Vaters war das einschneidende Erlebnis, das mich mit 25 Jahren an diesen Punkt brachte“, sagt er. „An einen Punkt, an dem mir bewusst wurde: Ich muss mein Leben grundlegend ändern, um wieder glücklich sein zu können.“

In der Therapie wurden Robert Psychopharmaka verschrieben. Er lehnte ab. Stattdessen setzte er auf die Unterstützung von Freunden und seiner Mutter – und trotz anfänglicher Skepsis auf den ärztlichen Rat, es zum Ausgleich „doch mal mit Yoga zu probieren“. Ein Freund von Robert war Yoga-Lehrer, also warum nicht?

Wenn die Zeit bleibt, geht Robert Busch seinem Hobby Surfen nach.

Von wackeligen Yoga-Versuchen zum Millionen-Publikum

2010 hatte Robert schließlich seine erste Yoga-Stunde. Bereits während der ersten Übungen kam ihm die Selbsterkenntnis: „Mein Körper ist in einem desaströsen Zustand!“ Nur mit Mühe schaffte er es, mit den Händen seine Knie zu berühren. Beim Stehen auf einem Bein geriet er schnell ins Wanken. „Ich war ein Schatten meiner selbst“, erzählt er rückblickend. „Aber offenbar brauchte ich diesen Weckruf. Mein Ehrgeiz war jedenfalls geweckt.“

Schnell machte er Fortschritte. Dank dem Yoga konnte Robert schon bald wieder beschwerdefrei Fahrrad fahren. Er begann zu laufen, seine Fitness kehrte allmählich zurück… Dann die nächste Hiobsbotschaft: Roberts Mutter war an Brustkrebs erkrankt. Doch statt aufzugeben, nahm Robert den traurigen Anlass als Ansporn, um noch mehr auf sich zu achten, um weiterzukämpfen – auch für seine Mutter.

„Yoga war für mich die Initialzündung für ein sportlicheres Leben. Es schult den Körper, fördert aber auch den Geist und führt zu mehr innerer Ruhe. Das sind Dinge, die unglaublich wichtig sind in unserer heutigen Stress-Gesellschaft.“

(Robert Busch, „Yoga Dude“)

„Als ich mit dem Yoga anfing, ging es darum, mich selbst zu heilen. Und das funktionierte. Jetzt will ich diese Erfahrungen mit anderen teilen.“ Gut ein Jahr nach dem Beginn seiner Therapie fasste Robert diesen Beschluss. 2011 machte er ein Yoga-Teacher-Training in Costa Rica. Er wollte selbst Yoga-Lehrer werden. „Es wird immer Leute geben, die ähnliche Schwierigkeiten haben, wie ich sie hatte: Rückenschmerzen, Verspannungen, psychische Probleme, Bewegungsmangel. Da will ich ansetzen.“ Als Coach spezialisierte sich Robert deshalb auf therapeutisches Yoga. Entspannung, Achtsamkeit, Stressabbau sind bis heute wichtige Bestandteile seiner Arbeit. „Ich glaube, dass ich auf diese Weise vielen Menschen helfen konnte.“

Wirklich viele Menschen – genau genommen ein Publikum von 6,5 Millionen TV-Zuschauern – erreichte er bei einem Auftritt auf RTL: Als Kandidat der Quiz-Sendung „Wer wird Millionär?“ schaffte er es auf den Stuhl vor Günther Jauch und durfte Deutschlands bekanntestem Showmaster direkt eine kleine Yoga-Lektion erteilen. „Das war schon ein krasser Moment.“ Trotzdem war Robert im Nachhinein unzufrieden: „Abgesehen davon, dass ich mehr hätte gewinnen können: Als ich Jauch den ‚Krieger‘ vorgemacht hatte, bin ich selbst ein wenig ins Stolpern geraten. Ganz schön peinlich!“ Gestolpert, aber nicht gefallen – und nebenbei 32.000 Euro mitgenommen. Ein starkes Polster für die Zukunft.

 Robert Busch, zu sehen im 'friedlichen Krieger', ist vom therapeutischen Yoga überzeugt: "Ich glaube, dass ich vielen Menschen helfen konnte".
Yoga-Therapeut Busch in Jeans und Hemd am Strand: "Yoga hat mir Selbstdisziplin gelehrt".

Zurück auf Start

Ein halbes Jahr später – wir sind wieder am Anfang unserer Geschichte angekommen – fiel Robert tatsächlich und brach sich dabei den Ellbogen. Entgegen der Meinung des Arztes: Das Ende der Yoga-Karriere sollte das nicht bedeuten. Nur die nächste Episode!

„Als der Arzt mir nach über vier Monaten den Gips abnahm, war mein Arm nur noch so dick wie ein Zahnstocher“, erinnert sich Robert. Zugleich hatte er in der Zeit, in der er sich nicht viel bewegen konnte, 15 Kilogramm zugelegt. „Ich wusste, ein harter Weg liegt vor mir. Aber ich wollte das unbedingt wieder hinkriegen. Durch Yoga hatte ich gelernt, mich zu motivieren. Yoga hat mir eine Selbstdisziplin gelehrt, die ich früher nicht hatte. Insofern war Aufgeben, wie es mir der Arzt nahelegte, keine Option.“

Robert stürzte sich in die Physiotherapie. Er ernährte sich gesünder, um die überschüssigen Pfunde loszuwerden. Er ging viel laufen, um sich wieder eine natürliche Armbewegung anzueignen. Wieder machte sich die harte Arbeit am eigenen Körper bezahlt. Kraft und Beweglichkeit kehrten zurück in den Arm. Zur gleichen Zeit entstand der Plan, ins Ausland zu gehen. Seine Yoga-Schule hatte unter der langen Auszeit gelitten. Robert war bereit für den Neustart.

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