Gesundheit
#vorbessern
mit der AOK NORDWEST
Jetzt wechseln Kundencenter Kontakt
Illustration: Doppeldeutige Zeichnung einer Landschaft, die gleichzeitig als liegende schwangere Frau aufgefasst werden kann.
Familie

Schwangerschaftskalender: gut versorgt bis zur Geburt

„Sie sind schwanger.“ Wow! Egal, ob lang ersehnt oder ganz unverhofft. Dieser Satz wird Sie auf eine Gefühlsachterbahn schicken – und viele Fragen aufwerfen. Der Schwangerschaftskalender begleitet Sie durch diese aufregende und wunderschöne Zeit.
  • SSW
    1-6
  • SSW
    7-10
  • SSW
    11-14
  • SSW
    15-18
  • SSW
    19-22
  • SSW
    23-26
  • SSW
    27-30
  • SSW
    31-34
  • SSW
    35-40

Schwangerschaftswoche 1 bis 6

#KleinerStreifenGroßesGlück

Wie fühle ich mich?

Und plötzlich ist er da: Der zweite Streifen auf dem Schwangerschaftstest. Wem erzähle ich’s zuerst? Behalte ich es noch für mich, bis ich einen zweiten Test gemacht habe? Was kommt da auf mich zu? Passiert das gerade wirklich? – Achtung, Stimmungsschwankungen! In den ersten Schwangerschaftswochen überfluten Hormone den Körper der werdenden Mama. Sie fühlen sich überglücklich, nervös, ängstlich, traurig – und das alles gleichzeitig? Ganz normal. Diese lebensverändernde Nachricht muss erst einmal verarbeitet werden.

Illustration: Einarmiger Bandit mit Schnullermotiven in der Anzeige - eine Schwangerschaft bedeutet oft das große Glück für die werdenden Eltern.

Was passiert gerade?

Sie plagt die berühmte Morgenübelkeit? Ihnen ist öfter mal schwindelig? Und beim Wasserlassen zwickt’s? Auch das ist ganz normal und verschwindet in den meisten Fällen schnell wieder. Wenn sich die Übelkeit hartnäckig hält, kann es helfen, an einer aufgeschnittenen Zitrone zu riechen oder sich einen Vollkornkeks ans Bett zu legen und diesen vor dem Aufstehen zu essen.

Kostenlose Checks

  • Rötelnimmunität
  • Chlamydien
  • Hepatitis B
  • Suche nach Syphiliserregern
  • Toxoplasmosetest bei Infektionsverdacht
  • Screening auf Schwangerschaftsdiabetes

Übrigens: Wussten Sie schon, dass ein Embryo bereits in der 5. Schwangerschaftswoche ein Herz hat, obwohl er nur zwei Millimeter groß ist?

Was sollte ich jetzt tun?

Sobald Sie den zweiten Streifen auf Ihrem Schwangerschaftstest erblicken, sollten Sie sich bei einer Hebamme melden. Sicher ist sicher. Denn Hebammen sind im Moment echte Mangelware.

Ab der 4. SSW kann die Schwangerschaft sicher vom Arzt bestätigt werden.

Spätestens in der 6. SSW sollten Sie ihm einen Besuch abstatten. Mit ihm besprechen Sie bitte auch, wie viel Folsäure Sie am Tag ab jetzt einnehmen sollten. Die beugt bestimmten Krankheiten vor und reduziert das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Ungeborenen.
Wenn Sie rauchen, sollten Sie jetzt sofort damit aufhören. Das Nikotin schadet nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem ungeborenen Kind. Gleiches gilt für Alkohol. Der schadet der gesamten Entwicklung des Babys und sollte in den nächsten neun Monaten absolut tabu sein. Außerdem verzichten sollten sie auf: Energy- und Power-Drinks, Eistees, Bitter Lemon und Tonicwater. Neben reichlich Zucker und Zusatzstoffen enthalten diese Getränke aufputschendes Koffein und Taurin sowie Chinin. Chinin kann möglicherweise Wehen auslösen.

Laut Mutterschutz sollten Sie bereits jetzt Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft informieren. Denn die Rechte des Mutterschutzgesetzes greifen erst dann, wenn Ihr Chef davon weiß.

Mehrleistungen im Rahmen des 500-Euro-Gesundheitsbudgets

  • 24-Stunden-Rufbereitschaft einer zugelassenen Hebamme
  • nicht verschreibungspflichtige aber apothekenpflichtige Medikamente für Schwangere mit den Wirkstoffen Folsäure, Eisen und Magnesium als Monopräparate oder Kombi-nationspräparate, die per Privatrezept vom Vertragsarzt verordnet wurden
  • Produkte für einen pH-Wert-Selbsttest, Zytomegalie- und Toxoplasmose-Test
  • Unterbringung einer bei der AOK versicherten Begleitperson im Familienzimmer der stationären Einrichtung

Schwangerschaftswoche 7 bis 10

#Herzklopfen

Wie fühle ich mich?

„Da wächst jetzt echt ein Kind in mir.“ Gewöhnen Sie sich langsam an diesen Gedanken? Wenn Sie jetzt Sorgen plagen, vertrauen Sie sich einer guten Freundin, Ihrem Partner/Ihrer Partnerin oder Ihrem Arzt bzw. Ihrer Hebamme an. Meistens findet sich im Gespräch schon eine Lösung. Die allermeisten Schwangerschaften verlaufen gut – über 95 Prozent aller Kinder kommen gesund zur Welt.

Illustration: Schwangere Frau, Sprechblasen und Tonfrequenzen sind neben ihrem Bauch zu sehen - ab der 9. SSW hören Sie das erste Mal das Herz Ihres Babys klopfen.

Was passiert gerade?

Ihre Gebärmutter ist jetzt etwa so groß wie eine Apfelsine. Die Schwangerschaft sieht man Ihnen noch nicht an. Aber vielleicht entdecken Sie selbst schon die ersten Veränderungen an Ihrem Körper: Die Brüste fangen an zu wachsen, und die Mutterbänder, die die Gebärmutter mit dem Beckenknochen verbinden, zwicken. Gegen Brustspannen hilft eine Brustmassage mit verdünntem Lavendelöl – ein Tropfen Öl auf einen Teelöffel Wasser. Wer Lavendel nicht mag, kann’s mit Orangenöl versuchen. Das Zwicken, das sich manchmal anfühlt wie Muskelkater, lindert eine sanfte Bauchmassage im Liegen oder ein warmes Bad – ebenfalls mit einem Öl nach Wahl. Der Fötus – so heißt das ungeborene Baby in diesem Entwicklungsstadium – ist jetzt etwa 2,5 Zentimeter groß und winzige Finger und Zehen wachsen.

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 8. SSW: Zeit für die erste Vorsorge. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme nimmt alle relevanten (Blut-)Untersuchungen vor und stellt Ihren Mutterpass aus. In dem werden die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen festgehalten. So können gesundheitliche Probleme rechtzeitig erkannt und beobachtet werden.

Ab 9. SSW: Die erste von drei Ultraschalluntersuchungen steht an, sie hören das erste Mal das Herz Ihres Babys klopfen. Ein magischer Moment. Der Arzt kann jetzt den Entbindungstermin genauer bestimmen. Aber: nur zwei bis drei Prozent aller Babys kommen tatsächlich am errechneten Termin zur Welt.

Aus zwei wird drei – oder auch vier? In Deutschland werden pro Jahr etwa 23.000 Zwillinge geboren. Wenn Sie Mehrlingsmama werden, wird Sie der Arzt von jetzt an alle zwei Wochen untersuchen.

Schwangerschaftswoche 11 bis 14

#Babynews

Wie fühle ich mich?

Sie können es nicht erwarten, Ihre Baby-News zu teilen, haben aber Bedenken, dass es zu früh ist? Klar, Sie können die ersten drei Monate abwarten und auf Nummer sicher gehen. Oder Sie weihen zumindest schon mal Ihre Familie und engsten Freunde ein. Dann wird die Schwangerschaft plötzlich noch ein Stückchen realer.
Übelkeit und Schwindel lassen langsam nach – dafür drehen sich Ihre Gedanken jetzt um mögliche Schwangerschaftsstreifen? Ob regelmäßiges Eincremen hilft, ist nicht bestätigt. Schaden wird ein wenig Selfcare aber nicht.  Am besten eignen sich Cremes mit Urea (Harnstoff), Aloe vera, Jojoba, Glyzerin, Algenextrakt oder purem Olivenöl. Fakt ist: Je fester Haut und Bindegewebe sind, desto wahrscheinlicher werden Sie ein paar Risse und Streifen für immer daran erinnern, welche Leistung Ihr Körper während der Schwangerschaft vollbracht hat.

Illustration: Fernsehgerät, auf dem Nachrichten gezeigt werden - Sie können es wohl kaum erwarten, Ihre Baby-News zu teilen.
Damit Sie keinen der wichtigen Vorsorge-Checks vergessen, erinnert Sie die App „AOK Schwanger“ an alle wichtigen Untersuchungen. In der App finden Sie außerdem Infos zu Mutterschafts- oder Elterngeld, Medikamenten, Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft.

Kostenlose Checks

Die Chorionzottenbiopsie zählt zu den sogenannten Regelleistungen, die die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen, wenn der Frauenarzt dazu rät. Sie ermittelt das Risiko eines Gendefekts beim Ungeborenen. Dafür entnimmt der Arzt zwischen der 10. und 12. Woche mit einer Saugnadel kleine Proben aus dem Mutterkuchen. Das Fehlgeburtenrisiko liegt bei etwa zwei Prozent.

Was passiert gerade?

Nicht nur Ihr Bauch schwillt langsam an, sondern auch Ihre Finger und Füße können dick werden. Das liegt an Wassereinlagerungen, die in der Schwangerschaft ziemlich normal sind. Das hilft: Füße hochlegen, kreisen lassen und die Zehen Richtung Nase ziehen. Über Nacht sollten die Schwellungen wieder verschwinden. Wenn nicht: Zur Sicherheit den Arzt kontaktieren. Ernst wird es, wenn die Schwellungen auch an Unterschenkeln, Händen und im Gesicht auftreten. Dann könnte eine Präeklampsie (Bluthochdruck) vorliegen. Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn diese Schwellungen auftreten und von Sehstörungen, Übelkeit, Oberbauchschmerzen oder starken Kopfschmerzen begleitet werden.

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 13. SSW: Die dritte Vorsorge steht an. Fragen Sie Ihren Arzt, worauf Sie in der Schwangerschaft nun besonders achten sollen. Neben den regulären Vorsorgeuntersuchungen bieten Frauenärzte auch weitere Spezialuntersuchungen, die IGe-Leistungen, an. Das sogenannte Ersttrimester-Screening findet zwischen der 10. und 14. SSW statt. Die IGe-Leistungen können Sie durchführen lassen – müssen es aber nicht. Mit den Tests, die Sie selbst bezahlen, kann das statistische Risiko für bestimmte Chromosomenabweichungen des Embryos ermittelt werden. Aber: Machen Sie sich vorher bewusst, welche Auswirkungen die möglichen Ergebnisse haben könnten, und wie Sie damit umgehen würden.

Schwangerschaftswoche 15 bis 18

#kleinermenschimbauch
Illustration: Schwangere schaut aus dem Fenster auf ein Vogelnest - Ab der 16. SSW besteht die Chance, dass Ihr Arzt das Geschlecht Ihres Kindes erkennen kann.

Wie fühle ich mich?

Vergesslich, verpeilt und ständig drückt die Blase: Willkommen im zweiten Schwangerschaftsdrittel! Fühlen Sie sich obendrein noch schlapp und kränklich, ist das nervig, aber kein Drama. Zwar sind einige Medikamente in der Schwangerschaft tabu, weil sie dem Ungeborenen schaden können, aber nicht alle. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an die Experten des Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie der Charité. Auch Hebammen haben meist gute Tipps ohne Nebenwirkungen parat.

Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie Charité – Universitätsmedizin Berlin
Rufnummer: 0800 8265 265mehr Infos oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was passiert gerade?

Ihr Baby ist jetzt fast ein fertiger kleiner Mensch. Alle Organe sind entwickelt und wachsen ab jetzt nur noch. Und mit Ihrem Kind wächst auch der Bauch. Und ihr Gewicht. Logisch. Wie viele Extrakilos in der Schwangerschaft „normal“ sind lässt sich pauschal nicht sagen. Der Richtwert liegt aber zwischen 10 und 16 Kilogramm. Bringen Sie schon vor der Schwangerschaft ein paar Kilos mehr auf die Waage als empfohlen, verringert sich dieser Wert natürlich. Warum das erwähnenswert ist? Fast 30 Prozent der Schwangeren in Deutschland sind übergewichtig. Damit steigt auch für das Kind das Risiko, im Laufe seines Lebens übergewichtig zu werden – und Diabetes, Herz-Kreislauf- und anderen Erkrankungen zu entwickeln.

Was sollte ich jetzt tun?

Die Hebamme ist gefunden und der Geburtsvorbereitungskurs gebucht? Dann liegen Sie gut in der Zeit.
Falls nicht: Infos zur Hebammensuche finden Sie in der Checkliste SSW 1–6.

Ab der 16. SSW besteht die Chance, dass Ihr Arzt das Geschlecht Ihres Kindes erkennen kann. Schon neugierig?

Ab 17. SSW: Die vierte Vorsorgeuntersuchung steht an.

Schwangerschaftswoche 19 bis 22

#TeamRosaTeamBlau

Wie fühle ich mich?

Sie spüren ein leichtes Kribbeln im Bauch, das Sie nicht zuordnen können? Bald werden daraus die ersten Minitritte: „Verrückt, da bewegt sich wirklich was in mir!“ Zwar verschläft Ihr Kind bis zu 20 Stunden des Tages, die restliche Zeit ist es aber umso aktiver und testet schon mal Ärmchen und Beinchen aus. Und das bringt nicht nur Ihr Kind außer Atem. Wenn Sie öfter mal nach Luft schnappen müssen, liegt das daran, dass jemand zunehmend von innen auf Ihre Lunge und Ihr Zwerchfell drückt.

Illustration: Ein paar streicht eine Wand in rosa und blau -  Ihr Arzt kann ab der 19. SSW  auf eine Woche genau bestimmen, wann Ihr Baby zur Welt kommen wird.

Was passiert gerade?

Halbzeit – die Hälfte der Schwangerschaft ist geschafft! Ab jetzt wird Ihr Kind sein Körpergewicht rasant erhöhen, um 100 Gramm pro Woche. Außerdem kann Ihr Arzt jetzt auf eine Woche genau bestimmen, wann Ihr kleines Wunder zur Welt kommen wird. Haben Sie sich schon Gedanken über den Namen gemacht? Die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. hat die beliebtesten Vornamen seit 1977 aufgelistet. Vielleicht ist ja der richtige dabei?

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 19. SSW: Der zweite reguläre Ultraschalltermin steht an. Spätestens bis zur 22. SSW sollten Sie ihn wahrgenommen haben, denn bis dahin gilt die Organbildung als abgeschlossen und die Sicht mit dem Ultraschallgerät ist am besten.

Ab 21. SSW: Die fünfte Vorsorgeuntersuchung steht an.

Schwangerschaftswoche 23 bis 26

#IchMussEuchWasSagen

Wie fühle ich mich?

„Nein, das hast du mir nicht erzählt! Warte … Oder? Vielleicht doch …“ – Na, vergesslich? Das wird wohl die sagenumwobene Schwangerschaftsdemenz sein. Und wer ist Schuld? Natürlich: die Hormone. Zumindest wird das angenommen. Denn während am Ende der Schwangerschaft weniger Progesteron und Östrogen durch Ihren Körper schwirrt, steigt die Konzentration der Kuschel- und Bindungshormone Oxytocin und Prolaktin an. Der Effekt: Sie konzentrieren Ihre gesamte Aufmerksamkeit auf das Baby. Und nichts anderes mehr. Ein anderer Grund könnte allerdings auch das Stresshormon Cortisol sein. Je höher der Cortisolspiegel, desto größer die Verwirrung.

Illustration: Eine Frau reicht einer Schwangeren die Hand, über ihnen eine Sprechblase mit einem Kleeblatt - jetzt wird es offiziell.

Was passiert gerade?

Jetzt wird’s offiziell: Wie werden Arbeitgeber und Kollegen auf die Schwangerschaft reagieren? Welche Rechte und Pflichten habe ich? Zuerst die allgemeinen Facts: Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. Außer bei einer Mehrlings- oder Frühgeburt oder wenn Ihr Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt, dann verlängert sich die Frist auf 12 Wochen. Weder Ihre Staatsangehörigkeit, noch Ihr Familienstand spielen dabei eine Rolle. Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen können bei verpflichtenden Veranstaltungen, Prüfungen oder Praktika Ausnahmeregelungen beantragen.

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 25. SSW: Die sechste Vorsorgeuntersuchung steht an. Außerdem können Sie jetzt mit dem Geburtsvorbereitungskurs beginnen.

Schwangerschaftswoche 27 bis 30

#Nestbau
Illustration: Ein Vogel baut sich mit Werkzeug ein Nest zusammen - Am liebsten würden Sie es sich zuhause gemütlich machen und das Babyzimmer herrichten? Dieses Phänomen nennt man Cocooning.

Wie fühle ich mich?

Am liebsten würden Sie es sich zuhause gemütlich machen, das Babyzimmer herrichten und die letzten Wochen der Schwangerschaft alleine oder mit Ihrem Partner genießen? Lassen Sie es sich gutgehen, das Phänomen ist bekannt und nennt sich #cocooning. Und keine Sorge, wenn das Baby mal länger nicht getreten oder einen Purzelbaum geschlagen hat. Wenn es besonders warm ist oder Sie wenig getrunken haben, fühlen nicht nur Sie sich schlapp, sondern auch das Baby. Wenn Sie ein ungutes Bauchgefühl haben, nicht scheuen, den Arzt zu fragen und sich beruhigen zu lassen! Was das Baby übrigens nicht stört: Sex. Wenn Sie sich danach fühlen und ihr Frauenarzt nichts einzuwenden hat, nichts wie los. Sperma oder ein Orgasmus lösen keine vorzeitigen Wehen aus.

Was passiert gerade?

„Sind das Wehen?!“ Wahrscheinlich schon. Aber keine echten. Denn ab jetzt übt Ihr Körper für die Geburt. Wenn Ihr Bauch hart wird, sich eng oder fest anfühlt, so als hätte Ihnen jemand einen Gürtel umgeschnallt und festgezogen, dann erleben Sie gerade eine Übungswehe. Manche Frauen spüren gleichzeitig starke Rückenschmerzen oder ein Ziehen in der Leistengegend. Übungswehen kommen in unregelmäßigen Abständen und zwingen Sie nicht, anders zu atmen. Die Schmerzen lassen nach, wenn Sie sich anders bewegen, sich setzen oder wenn Sie warm duschen. Echte Wehen kommen in Wellen. Deren Intensität steigt bis zu einem Höhepunkt an und lässt dann wieder nach. Sie kommen in regelmäßigen Abständen. Egal, wie Sie sich hinlegen, setzen oder stellen – Ihre Position hat keine Auswirkung auf die Stärke der Wehen.

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 29. SSW: Die siebte Vorsorgeuntersuchung und der dritte Ultraschalltermin stehen an. Ab jetzt wird Ihr Arzt Sie öfter, etwa alle 14 Tage, sehen.

Schwangerschaftswoche 31 bis 34

#Pärchenzeit

Wie fühle ich mich?

Der Countdown läuft, die Vorfreude ist riesig. Aber vielleicht schleicht sich auch manchmal der Gedanke ein, wie sich Ihre Partnerschaft verändern wird, sobald Sie nicht mehr nur Paar, sondern auch Eltern sind. Sprechen Sie gemeinsam darüber, wie Sie sich die Erziehung vorstellen und wie Sie die anstehenden Aufgaben aufteilen werden. Und dann: Genießen Sie die letzten Wochen zu zweit. Wie wäre es zum Beispiel mit einem „Babymoon“, einem Kurzurlaub nur für Sie zwei?

Illustration: Ein Pärchen schaut in den Sonnenuntergang, er mit einem alkoholischen Getränk, sie mit einem alkoholfreien Getränk - genießen Sie die letzten Wochen zu zweit.

Was passiert gerade?

Nicht nur Sie, auch Ihr Kind bereitet sich jetzt auf die anstehende Geburt vor. 95 Prozent aller Babys drehen sich jetzt so, dass sie mit dem Kopf nach unten liegen. Fun Fact: Ihr Baby schluckt viel Fruchtwasser und gleicht so seinen Geschmack an Ihren an. Also, nutzen Sie die Chance und wecken Sie die Lust an Obst, Gemüse und vollwertigen Lebensmitteln so früh wie möglich.

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 33. SSW: Die achte Vorsorgeuntersuchung steht an. Außerdem können Sie sich jetzt um verschiedene Anträge rund um Elternzeit, Vaterschaftsanerkennung und Elterngeld kümmern.

Schwangerschaftswoche 35 bis 40

#HappyBirthday
Illustration: Ein Pärchen mit einem Baby im Arm - Spätestens ab 37. SSW sollte Ihr Klinikkoffer bereitstehen.

Wie fühle ich mich?

Noch einmal durchatmen. Ihr Bauch rutscht jetzt ein Stück nach unten, das entlastet Lunge und Zwerchfell. Dafür erhöht sich der Druck auf die Blase. Also lieber immer in der Nähe einer Toilette bleiben. Sicher ist sicher. Fühlen Sie sich noch unvorbereitet für die ersten Wochen mit Baby, legen Sie sich schon einmal Essenvorräte an oder kochen Sie vor und frieren ein. Das spart Ihnen nach der Geburt eine Menge Zeit, die Sie eh nicht haben werden. Wandern Ihre Gedanken immer wieder angstvoll zur Geburt? Keine Sorge. Die medizinische Versorgung in Deutschland befindet sich auf einem Topniveau. Vertrauen Sie auf Ihren Körper und den natürlichen Prozess einer Geburt. Klar, das Ganze wird schmerzhaft, aber erinnern Sie sich an Ihren Geburtsvorbereitungskurs. Mit der richtigen Atmung können Sie den Schmerzen entgegenwirken und sind Ihnen nicht hilflos ausgeliefert.

Was passiert gerade?

Ab wann Sie sich auf den Weg zur Klinik machen sollten, verrät Ihnen Ihr Bauchgefühl und Ihre Hebamme. Bei einem Blasensprung direkt, wenn die Wehen in sehr kurzen regelmäßigen Abständen kommen auch. Was kurz heißt, entscheidet jede Frau anders. In der Klinik oder dem Geburtshaus angekommen, wird Sie das Ärzteteam erst einmal untersuchen, die Lage des Babys und seine Herztöne checken sowie die Öffnung des Muttermunds überprüfen. Wenn die Wehen noch nicht stark genug sind, werden Sie eventuell zu einem Spaziergang oder Treppensteigen aufgefordert. Wenn Sie und Ihr Baby schon bereit sind, geht es auf direktem Weg in den Kreißsaal.

Übrigens: 99 Prozent der Ungeborenen könnten ab der 36. SSW auch außerhalb von Mamas Bauch überleben, aber erst ab Ende der 37. SSW spricht man nicht mehr von einer Frühgeburt. Das Baby ist jetzt so groß, dass es kaum mehr Platz in der Gebärmutter hat. Bewegen fast unmöglich.

Was sollte ich jetzt tun?

Ab 37. SSW: Die neunte Vorsorgeuntersuchung steht an. Wenn Sie den errechneten Geburtstermin überschreiten, möchte Sie Ihr Arzt ab jetzt in relativ kurzen Abständen kontrollieren.
Allerspätestens jetzt sollte Ihr Klinikkoffer bereitstehen.

Die AOK zahlt …

  • alle notwendigen Arznei-,Verbands- und Heilmittel bei Schwangerschaftsbeschwerden ohne „Krankheitswert“.
  • die Kosten für die Hebammenleistungen vor, während und nach der Geburt, inklusive der Geburtsvorbereitung und der Rückbildungsgymnastik.
  • die Entbindungskosten in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause.
  • Fahrkosten zur Entbindung in die Klinik und zurück, wenn dies medizinisch erforderlich ist (zehn Prozent Eigenanteil: mindestens fünf Euro, maximal zehn Euro).
  • die häusliche Pflege, falls erforderlich.
  • eine Haushaltshilfe, falls erforderlich und wenn niemand in Ihrem Haushalt für Sie einspringen kann.

Unser Leistungsplus:

  • Erreichbarkeit mit persönlichem Ansprechpartner: Vertrauen kommt nicht von ungefähr – deshalb steht Ihnen bei der AOK ein persönlicher Berater
zur Seite, der sich um all Ihre Fragen kümmert und Ihnen gerne weiterhilft.
  • Kurse zu Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung: Nutzen Sie das umfangreiche Kursangebot der AOK – in jeder Lebensphase unbedingt empfehlenswert!
  • Fragen? Clarimedis! Arzneimittelberatung für Schwangere und Stillende: In dieser sensiblen Phase ist der vorsichtige Umgang mit Medikamenten besonders wichtig. Die Fortsetzung ist das Babytelefon. Am medizinischen Infotelefon werden Sie von qualifizierten Ärzten rundum beraten: 0800 1 265265* / Rufnummer aus dem Ausland: 0049 3085614293**.

* Kostenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz; nur im Inland erreichbar.
** Die Kosten für einen Anruf aus dem Ausland über Fest- oder Mobilfunknetz richten sich nach dem Tarif des ausländischen Netzbetreibers.

Einwilligungserklärung für die Nutzung der Social Media Plugins

Für die Nutzung von Social-Media Dienstangeboten diverser Unternehmen stellen wir Ihnen Social-Media-Plug-ins zur Verfügung. Diese werden in einem Zwei-Klick-Verfahren auf den Online-Angeboten der AOK eingebunden.

Die AOK erfasst selbst keinerlei personenbezogene Daten oder Informationen über deren Nutzung mittels der Social-Media-Plug-ins.

Über diese Plug-ins können jedoch Daten, auch personenbezogene Daten, an die US-amerikanischen Diensteanbieter gesendet und gegebenenfalls von diesen genutzt werden. Das hier eingesetzte Verfahren sorgt dafür, dass zunächst keine personenbezogenen Daten an die Anbieter der einzelnen Social-Media-Plug-ins weitergegeben werden, wenn Sie unser Online-Angebot nutzen. Erst wenn Sie eines der Social-Media-Plug-ins anklicken, können Daten an die Dienstanbieter übertragen und durch diese gespeichert bzw. verarbeitet werden.