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Großeltern, Eltern, Enkel: Die Großfamilie steht in der Küche und kocht zusammen. Jede Generation hat ihre Art, Essen zuzubereiten.
Ernährung

Die Mischung macht’s: Das Beste aus drei Generationen Kochkunst vereint

Kochen ist nicht gleich Kochen. Jede Generation hat ihre eigenen Vorlieben beim Einkauf und bei der Zubereitung. Dabei können die Generationen viel voneinander lernen und ihren Speiseplan gesund und lecker ergänzen. Die AOK NORDWEST hat sich die Essgewohnheiten einer Drei-Generationen-Familie genauer angeschaut und für Sie das Beste aus drei Generationen Kochkunst zusammengetragen.

Was bei unserer Familie sofort auffällt, sind die verschiedenen Ernährungsformen. Vor allem bei der Hauptmahlzeit wird das deutlich: Während der Senior der Familie, der 82-jährige Schorsch, Wert auf ein leckeres Stück Fleisch vom Metzger legt, gibt es bei Brigitte und Fritz, beide 60 Jahre alt, oft Fisch – wegen der gesunden Omega-3-Fettsäuren. Deren 35-jährige Tochter Lena ernährt sich hingegen vegetarisch. Sie möchte die Massentierhaltung nicht unterstützen.

Statt Fleisch setzt sie auf gebratenen Tofu und gebackenen Schafskäse als Eiweißquelle. Auch bei den Beilagen haben die drei Generationen verschiedene Vorlieben: Schorsch schmecken Kartoffeln am besten. Brigitte bereitet gerne Reis zu, vor allem Vollkornreis, um den Ballaststoffanteil in der Ernährung zu erhöhen. Lena legt ihren Fokus auf knackiges Gemüse – auf keinen Fall darf es weich gekocht sein wie bei ihren Großeltern.

Drei Generationen beim Einkauf: Was ist wichtig?

Kotelett in einer Auflaufform: Für die Großelterngeneration ist es wichtig zu wissen, dass das Fleisch von einem Bauernhof in der Nähe kommt.

Generation 1

Wenn Schorsch einkauft, geht er zum Metzger vor Ort. Ihm ist wichtig zu wissen, dass sein Fleisch von einem Bauernhof in der Nähe kommt. Viele Bauernfamilien kennt er seit seiner Kindheit. Entsprechend groß ist das Vertrauen in die Fleischqualität. Dafür bezahlt der 82-jährige Rentner gerne einige Euro mehr.

Jemand füllt braunen Reis in eine Plastiktüte: Die Generation X achtet auf frische und vitaminreiche Lebensmittel.

Generation 2

Bei Brigitte steht beim Einkauf vor allem die Gesundheit im Mittelpunkt. Sie achtet auf frische und vitaminreiche Lebensmittel. Obst und Gemüse kauft sie in Bio-Qualität. Sie möchte Pestizide umgehen. Nicht nur bei Reis, auch bei Brot und Nudeln wählt sie die Vollkornvariante.

Ein Einkaufswagen voller Gemüse: Milch, Milchprodukte und Eier kauft die junge Generation gern mit Bio-Label.

Generation 3

In Lenas Einkaufskorb findet sich viel Gemüse, aber auch reichlich Obst – für einen schnellen Smoothie zwischendurch. Milch, Milchprodukte und Eier kauft sie nur mit Bio-Label.

Drei Generationen am Herd: Wie wird gekocht?

Generation 1

Wie wichtig Schorsch und seiner Frau Helga der Genuss beim Essen ist, wird bei der Zubereitung der Speisen deutlich: Die Rentnerin nimmt sich Zeit für das Kochen und verfeinert das Gemüse gerne auch mit einer cremigen Béchamel-Sauce und den Kartoffelbrei mit einem Stück Butter. Um 12 Uhr essen beide zusammen – das ist ein Ritual, genauso wie das Abendbrot um 19 Uhr. Die gemeinsame Zeit ist ihnen wichtig.

Schorsch

82 Jahre

„Bei meinem Metzger weiß ich, von welchem Bauernhof das Tier kommt. Außerdem schmeckt das Fleisch besser als aus dem Supermarkt. Essen bedeutet für mich Genuss und soll glücklich machen.“

Brigitte

60 Jahre

„Mir ist wichtig, dass meine Familie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Daher achte ich auf eine ausgewogene Ernährung. Zu Bio greife ich vor allem, um Pestizide zu umgehen.“

Generation 2

Brigitte achtet bei der Gemüse-Zubereitung darauf, dass alles möglichst knackig bleibt, um wichtige Nährstoffe zu schonen. Statt Butter greift sie zu kaltgepressten Ölen wie Raps- und Olivenöl. Ihr Mann Fritz kocht ebenfalls gerne und probiert immer wieder neue Gerichte aus, das macht dem Frührentner Spaß. Fleisch braucht er nicht zwingend.

Generation 2

Brigitte achtet bei der Gemüse-Zubereitung darauf, dass alles möglichst knackig bleibt, um wichtige Nährstoffe zu schonen. Statt Butter greift sie zu kaltgepressten Ölen wie Raps- und Olivenöl. Ihr Mann Fritz kocht ebenfalls gerne und probiert immer wieder neue Gerichte aus, das macht dem Frührentner Spaß. Fleisch braucht er nicht zwingend.

Brigitte

60 Jahre

„Mir ist wichtig, dass meine Familie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Daher achte ich auf eine ausgewogene Ernährung. Zu Bio greife ich vor allem, um Pestizide zu umgehen.“

Generation 3

Bei Lena sieht die Ernährung berufsbedingt anders aus. Ihr fehlt die Zeit für ein ausgedehntes Mittagessen. Es muss schnell gehen und soll trotzdem gesund sein: Meist bereitet sich Lena eine Portion Joghurt oder Quark mit Obst und Müsli zu. Das macht sie satt und versorgt ihren Körper mit der nötigen Energie. Zeit zum Kochen nimmt sie sich am Wochenende – am liebsten zusammen mit Freunden oder ihrem Partner.

Lena

35 Jahre

„In meiner Ernährung lege ich Wert auf Nachhaltigkeit. Und ich möchte die Massentierhaltung und Tierquälerei nicht unterstützen. Zudem muss meine Ernährung meinen Sport gut ergänzen. Wenn die Zubereitung dann noch schnell geht: perfekt.“

Kartoffelsalat im Wandel der Generationen

Generation 1

Die beiden Genussmenschen Schorsch und Helga mögen es herzhaft-deftig. Sie bereiten den Kartoffelsalat mit Speck, Zwiebeln und Schnittlauch zu. Dazu gibt es meist Bratwurst oder Kotelett.

Rezept anzeigen

Deftiger Kartoffelsalat mit Zwiebeln und Speck

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 150 g Speckwürfel
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 2 TL Rinderbouillon
  • 50 ml Weißweinessig
  • 50 ml Rapsöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln in Salzwasser zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Speckwürfel mit etwas Öl in einer Pfanne knusprig anbraten und zur Seite stellen.
  2. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Schnittlauch waschen und in kleine Röllchen schneiden.
  3. Die fertigen Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Anschließend pellen, in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
  4. 200 ml Wasser im Wasserkocher aufkochen, in einen Messbecher füllen, die Rinderbouillon darin auflösen und über die Kartoffeln gießen. Essig, Öl und Zwiebeln hinzugeben und gut vermischen. 20 Minuten ziehen lassen.
  5. Speckwürfel und Schnittlauch untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit:
Ca. 60 Minuten – davon 20 Minuten Ziehzeit

Ein Kartoffelsalat nach Traditionsrezept: Herzhaft-deftig, so mögen es die Großeltern.
Frisch und cremig: Der Elterngeneration schmeckt der Kartoffelsalat am besten mit einem Joghurt-Mayonnaise-Dressing.

Generation 2

Brigitte und Fritz schmeckt der Kartoffelsalat am besten mit einem milden Joghurt-Mayonnaise-Dressing. Hinzu kommen eine frische Gurke und Ei. Sie essen den Kartoffelsalat am liebsten mit Fisch.

Rezept anzeigen

Cremiger Kartoffelsalat mit frischer Gurke, Ei und Joghurt-Mayonnaise-Dressing

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 frische Gurke
  • 4 Eier
  • 2 TL Gemüsebouillon
  • 4 EL Kräuteressig
  • 150 g Natur-Joghurt
  • 4 EL Mayonnaise
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln in Salzwasser zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Gurke entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Die Eier hart kochen und schälen. 2 Eier in kleine Würfel schneiden, 2 Eier vierteln.
  3. Die fertigen Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Anschließend pellen, in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
  4. 200 ml Wasser im Wasserkocher aufkochen, in einen Messbecher füllen, die Gemüsebouillon darin auflösen und über die Kartoffeln gießen. Essig dazugeben und gut vermischen. 20 Minuten ziehen lassen.
  5. Joghurt, Mayonnaise und die gewürfelten Eier miteinander vermischen und unter die Kartoffeln heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Mit den geviertelten Eiern den fertigen Kartoffelsalat garnieren.

Zubereitungszeit:
Ca. 60 Minuten – davon 20 Minuten Ziehzeit

 

Generation 2

Brigitte und Fritz schmeckt der Kartoffelsalat am besten mit einem milden Joghurt-Mayonnaise-Dressing. Hinzu kommen eine frische Gurke und Ei. Sie essen den Kartoffelsalat am liebsten mit Fisch.

Rezept anzeigen

Cremiger Kartoffelsalat mit frischer Gurke, Ei und Joghurt-Mayonnaise-Dressing

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 frische Gurke
  • 4 Eier
  • 2 TL Gemüsebouillon
  • 4 EL Kräuteressig
  • 150 g Natur-Joghurt
  • 4 EL Mayonnaise
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln in Salzwasser zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Gurke entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Die Eier hart kochen und schälen. 2 Eier in kleine Würfel schneiden, 2 Eier vierteln.
  3. Die fertigen Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Anschließend pellen, in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
  4. 200 ml Wasser im Wasserkocher aufkochen, in einen Messbecher füllen, die Gemüsebouillon darin auflösen und über die Kartoffeln gießen. Essig dazugeben und gut vermischen. 20 Minuten ziehen lassen.
  5. Joghurt, Mayonnaise und die gewürfelten Eier miteinander vermischen und unter die Kartoffeln heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Mit den geviertelten Eiern den fertigen Kartoffelsalat garnieren.

Zubereitungszeit:
Ca. 60 Minuten – davon 20 Minuten Ziehzeit

 

Generation 3

Lena mag es mediterran. Ihr schmecken schwarze Oliven und Tomaten im Kartoffelsalat. Am liebsten isst sie ihn ohne Beilage, manchmal aber auch mit gebackenem Schafskäse oder Tofu.

Rezept anzeigen

Mediterraner Kartoffelsalat mit frischen Tomaten, schwarzen Oliven und Pesto

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 150 g schwarze Oliven, entsteint
  • 4 frische Tomaten
  • 1 kleines Glas Tomaten-Pesto
  • 2 TL Gemüsebouillon
  • 3 EL Pinienkerne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln in Salzwasser zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Tomaten würfeln und die Oliven in Scheiben schneiden. Die Pinienkerne in einer Pfanne kurz anrösten und zur Seite stellen.
  2. Die fertigen Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Anschließend pellen, in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
  3. 200 ml Wasser im Wasserkocher aufkochen, in einen Messbecher füllen, die Gemüsebouillon darin auflösen und über die Kartoffeln gießen. Tomaten-Pesto hinzugeben und 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Tomatenwürfel und Oliven unter die Kartoffeln mischen.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abschließend die Pinienkerne darüber streuen.

Zubereitungszeit:
Ca. 60 Minuten – davon 20 Minuten Ziehzeit

 

Mediterraner Kartoffelsalat mit frischen Tomaten, schwarzen Oliven und Pesto - so schmeckt der Kartoffelsalat auch den Jungen.

Sie wollen das Beste aus drei Generationen Kochen verbinden? Hier finden Sie die Vorzüge auf einen Blick:

Der Einkauf beim Metzger

Der Einkauf beim Metzger unterstützt regionale Bauern. Sie können außerdem die Herkunft der Tiere erfragen. Tipp: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aus gesundheitlichen Gründen pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurstwaren zu verzehren.

Der Griff zu Bio-Produkten

Bei Bio-Produkten ist das Pestizid-Risiko gering. Die Tierhaltung nach Bio-Richtlinien ist strenger. Gentechnik ist nicht erlaubt.

Viel frisches Obst und Gemüse

Obst und Gemüse versorgen Ihren Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen sowie Ballaststoffen und unterstützen ein gesundes Körpergewicht.

Vollkornprodukte genießen

Vollkornprodukte sind reich an wichtigen Nährstoffen und enthalten Ballaststoffe, die Ihre Verdauung unterstützen und gut sättigen. Zudem helfen Ballaststoffe die Blutzucker- und Cholesterinwerte zu verbessern und können dazu beitragen, Diabetes mellitus vorzubeugen.

Quark und Joghurt als unkomplizierte Sattmacher

Fettarme Milchprodukte wie Joghurt und Quark sind kalorienarm. Sie enthalten reichlich Kalzium und sättigen aufgrund des enthaltenen Eiweißgehalts gut. Eiweiß braucht Ihr Körper zudem für die Muskeln und das Immunsystem.

Schonend zubereiten und vielfältig essen

Schonend zubereitetes Essen enthält viele Vitamine. Je bunter und vielfältiger Sie essen, desto besser versorgen Sie Ihren Körper mit wichtigen Nährstoffen.

Zeit nehmen zum Essen und nicht zu spät essen

Essen ist Genuss. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Essen. So haben Sie nicht nur die Möglichkeit, Ihr Sättigungsgefühl rechtzeitig wahrzunehmen. Auch Ihre Verdauung ist weniger belastet. Zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie nichts Schweres mehr essen.

Fette und Öle nur in Maßen

Gehen Sie sparsam mit Fetten und Ölen um und bevorzugen Sie pflanzliche Fette wie Rapsöl und Olivenöl.

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