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Wohin denn ich? Schüler steht auf einer Straßenkreuzung und muss sich zwischen vier Abzweigungen für den weiteren Lebensweg entscheiden.
Beratung

Nach dem Abi geht der Stress erst richtig los: Studentenberaterin wünscht sich mehr Gelassenheit

Die Prüfungen gemeistert, den Abschluss in der Tasche: Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen fiebern dem letzten Schultag entgegen. Doch für viele beginnt danach eine schwierige Zeit: Wie geht es nun weiter? Studium oder Ausbildung? Bin ich dem gewachsen?

Nicht nur mit der Berufswahl tun sich viele Schulabgänger schwer. Oft müssen Bewerbungen gemeistert, der Alltag neu organisiert werden. Auch nach Beginn des Studiums oder der Ausbildung fühlen sich viele Berufsstarter überfordert.

Dr. Sabine Stiehler erklärt, mit welchen Sorgen und Nöten Schulabgänger und Erstsemester zu kämpfen haben und wie Eltern sie unterstützen können.

Dr. Sabine Stiehler

Leiterin der Psychosozialen Beratungsstelle im Studentenwerk Dresden

Der Abschluss ist geschafft, den jungen Menschen steht die Welt offen.

Was macht die Zeit nach der Schule so schwierig?

Dr. Stiehler: Die jungen Leute beginnen heute sehr früh mit dem Studium. Durch G8 und den Wegfall der Wehrpflicht fangen viele schon mit 17 oder 18 Jahren an zu studieren. Dazu kommt bei vielen eine Art Zwang, ganz schnell zu sein. Die Abiturientinnen und Abiturienten nehmen sich nicht ausreichend Zeit, sich zu orientieren. Dadurch findet eine Vorverlagerung des Studiums statt.

Aber es gibt doch viele Berufsorientierungsangebote für Schüler?

Dr. Stiehler: Die Zeit vor und während des Abiturs ist zur Orientierung schlecht geeignet. Die meisten entwickeln in dieser Phase eine Art Tunnelblick. Ich habe den Eindruck, es wird sich nicht genügend Zeit nach dem Abschluss genommen.

Junger Student sitzt allein im Gruppenarbeitsraum und lernt konzentriert: Viele Bachelor-Studiengänge haben eine sehr hohe Prüfungsdichte.

Welche Probleme entstehen dadurch?

Dr. Stiehler: Viele junge Studentinnen und Studenten sind kognitiv überfordert. Zudem zeichnen sich die Bachelor-Studiengänge durch eine sehr hohe Prüfungsdichte aus. Das erzeugt Druck, der sich auch körperlich auswirkt. Dazu kommt bei vielen Erstsemestern, die in einer fremden Stadt studieren, schlichtweg Heimweh. Es fehlen soziale Kontakte, oft kommt es zur ersten Trennung vom Partner. Nicht wenige brechen dann ihr Studium überstürzt ab.

Führt das auch zu gesundheitlichen Problemen bei den Betroffenen?

Dr. Stiehler: Auf jeden Fall! Wir beobachten deutschlandweit eine Zunahme der psychosomatischen Erkrankungen bei Studenten.

Wie können Eltern und Familien die jungen Leute unterstützen?

 Mutter recherchiert mit ihrer Tochter im Internet: In der Orientierungsphase ist es vor allem wichtig, dass Eltern keinen Druck ausüben.

Dr. Stiehler: In der Orientierungsphase ist es vor allem wichtig, dass Eltern keinen Druck ausüben. Nicht ständig kritisch nachfragen. Sie sollten darauf vertrauen, dass der Sohn oder die Tochter ihren Weg gehen. Ich plädiere für ein Orientierungsjahr nach dem Schulabschluss. Eltern können ihre „Kinder“ dazu motivieren.

Zu Beginn des Studiums können Eltern die Erstsemester ermutigen, Beratungsangebote aufzusuchen. Es ist in Ordnung, Hilfe anzunehmen. Ansonsten müssen die Studierenden ihren eigenen Weg finden. Es ist ja ein Prozess der Ablösung vom Elternhaus.

Die AOK NORDWEST hilft Berufsstartern

Ob Hauptschulabschluss, Mittlere Reife oder Abitur: Die AOK NORDWEST unterstützt junge Menschen bei der Berufswahl und dem Berufseinstieg. Entdecken Sie unsere Angebote:

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